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Regelmäßig laufe ich durch die Stadt und werde von Passanten angesprochen, die mich fragen, was sie denn mal spielen könnten. Um Zeit zu sparen gehe ich dann schnell zum Auschlussverfahren über: Keine Geduld ein Instrument zu lernen? Zu unmotiviert für Ballsportarten? Greifen Sie doch zu einem Videospiel! Das muss heutzutage nichtmal mehr was kosten – die richtigen Plattformen vorausgesetzt.

So spiele ich seit Erscheinen immer wieder gerne Blizzard’s Hearthstone – funktioniert auf PC, MAC, iDevices und Android. Dabei handelt es sich um einen Abkömmling typischer TCG (Trading Card Games). Ja richtig, ein Strategie-Kartenspiel im Geiste von bspw. Magic The Gathering. Auch hier können (virtuelle) Karten gesammelt werden und man könnte wahrlich viel Geld dafür ausgeben. Das tolle ist aber: man muss es nicht. Zum einen ist das Spiel gratis, und zum anderen sind die Boosterpacks für neue Karten erspielbar. Seit kurzem kann man zwar auch zur App von Magic greifen, ich mag Hearthstone aber mittlerweile einfach zu sehr.

Blizzard hat die Sache mit fairen free-to-play Titeln aber auch einfach raus. Für PC und MAC ist mittlerweile mit Heroes of the Storm ein eigener MOBA (Multiplayer Online Battle Arena)-Titel erschienen. Die bekannteste (ebenfalls kostenlos spielbare) Genre-Alternative wäre sicherlich League of Legends. Man kann sich das Ganze ein wenig wie eine Mischung aus Warcraft ohne Basenaufbau, gekreuzt mit einem kompetetiven Multiplayer-Modus von Diablo vorstellen. Die strategischen Keilereien sind teamorientiert und recht temporeich. Auch hier könnte man viel Geld ausgeben, kann aber das meiste auch einfach erspielen.

Erwachsenen mit einer gewissen Frustationstoleranz und weniger schwachen Nerven könnte ich noch Bloodborne für die PS4 empfehlen. Das spiele ich ganz gerne, wenn ich mal ein wenig Zeit habe und meine, mich etwas länger drauf konzentrieren zu können. Zum einen ist das Spiel wirklich nicht leicht. Dieser Punkt wird meist in den Fokus gerückt. Hardcore Spieler schreien nach hardcore schweren Titeln mit denen sie ihren harten Kern unter Beweis stellen können. So albern ich dieses Gehabe auch finde, muss ich doch in einem zustimmen: Der Schwierigkeitsgrad (bei gleichzeitiger Fairness!) fesselt einfach. Allerdings finde ich einen anderen Aspekt des Spiels viel bemerkenswerter und faszinierender: das so unglaublich verschlungene Leveldesign.

So, das waren die drei Titel, die ich momentan regelmäßig spiele. Sollte eigentlich für jeden was dabei sein – auch für Leute mit eher weniger Zeit. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss kurz Benedict Cumberbatch anrufen, um ihm zu The Imitation Game zu gratulieren.

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